Die Serien NG1 / 5 / 7 / 9 / 9+ bekommen anstelle der bisherigen LED-Anzeige nun ein grafisches Display. Es zeigt Ladezustand, Ladephase, Spannung, Strom und Alarme in Klartext an, statt sie über LED-Codes zu übersetzen. An Ladeleistung, Wirkungsgrad und Schutzart ändert sich dadurch nichts, es geht ausschließlich um die Anzeige. Die LED-Version wird somit durch eine deutlich benutzerfreundlichere Variante ausgetauscht. Der folgende Beitrag zeigt, was das Grafikdisplay konkret anzeigt und wie Sie jetzt an ein Gerät mit dem neuen Display kommen.
Was sich beim Batterie-Ladegerät der NG-Serie ändert
Am Ladegerät selbst hat sich nichts verändert. Betroffen ist ausschließlich die Bedienoberfläche. Bisher informierte eine mehrfarbige LED über den Ladevorgang, ergänzt um eine kleine Anzeige für Spannung, Strom, geladene Amperestunden und die verbleibende Zeit bis zum Ladeende, wie es das aktuelle Datenblatt zur dreiphasigen Serie NG5 zeigt. Das neue Grafikdisplay stellt dieselben Werte zusammen mit dem Ladezustand, im Fachjargon State of Charge oder kurz SOC, der aktuellen Ladephase und eventuellen Alarmmeldungen auf einem Bildschirm dar, den auch technisch weniger versierte Mitarbeitende ohne Umwege lesen können.
Was das neue Display konkret anzeigt
Das Grafikdisplay bündelt alle Informationen, die für den laufenden Ladevorgang wichtig sind. Dazu zählen der Ladezustand in Prozent, die aktuelle Ladephase, die anliegende Spannung, der Ladestrom, die bereits geladenen Amperestunden sowie Alarme und der Status der Zwangsbelüftung. Läuft die Batterie zu warm, meldet das Display diesen Zustand als Klartext samt Restzeit bis zur Freigabe, statt lediglich eine Warnleuchte aufblinken zu lassen.
Technisch hängt das Display am selben CAN-Bus wie bisher, einer digitalen Schnittstelle, über die Ladegerät, Batterie und Fahrzeugsteuerung Daten austauschen. Er ist wahlweise mit 11 oder 29 Bit adressierbar und lässt sich zwischen 125 kBit/s und 1 Mbit/s einstellen. Ist im Fahrzeug bereits ein Batteriemanagementsystem, kurz BMS, oder ein Fahrzeugrechner in Form einer ECU vorhanden, kann dieser das Display direkt ansteuern und in die eigene Bedienoberfläche einbinden. Für Hersteller, die mehrere Ladegeräte parallel oder im Master-Slave-Betrieb einsetzen, bleibt diese Option ebenfalls erhalten.
Für welche Fahrzeuge und Anwendungen sich die Ladegeräte eignen
Die ZIVAN Ladegeräte-Serien NG1 bis NG9 sind für nahezu alle gängigen Batterietypen ausgelegt, von Blei-Säure und Blei-Gel über AGM und NiCd bis zu Lithium-Ionen-Zellen und Doppelschichtkondensatoren. Eingesetzt werden sie unter anderem in Gabelstaplern, Hubarbeitsbühnen, Elektrofahrzeugen, Booten und laut Datenblatt der NG5 Serie auch in Windenergieanlagen. Damit deckt die Produktfamilie einen Großteil der Anwendungen ab, für die ATECH Antriebslösungen liefert, von Flurförderzeugen über fahrerlose Transportsysteme bis zu Sonderfahrzeugen.
Wer heute ein Ladegerät der NG3 Serie mit Grafikdisplay bestellt, erhält beispielsweise ein Gerät mit der Schutzart IP20, einem Betriebstemperaturbereich von minus 20 bis plus 50 Grad Celsius und einem Wirkungsgrad von über 85 Prozent bei einphasigem Betrieb. Die dreiphasigen NG5 / 7 / 9 / 9+ Serien erreichen bei gleicher Schutzart einen Wirkungsgrad von über 87 Prozent und liefern je nach Ausgangsspannung bis zu 160 Ampere Ladestrom. Beide Reihen sind kurzschluss- und verpolungssicher und lassen sich dank programmierbarer Ladekennlinien auf unterschiedliche Batteriechemien einstellen.
So kommen Sie an ein Ladegerät mit dem neuen Display
Ob Neubestellung oder Umrüstung eines bestehenden Fuhrparks, am einfachsten klären Sie die passende Konfiguration im persönlichen Gespräch. Unsere Vertriebsexperten beraten Sie gerne zu Ladetechnik, Batteriesteckern und Schützen, da sie auch die Unterschiede zwischen den NG Serien aus der täglichen Praxis kennen. Sie erreichen unser Team unter der Telefonnummer +49 (0) 86 77 98 09-0 oder per E-Mail an info@atech-antriebstechnik.de. Gemeinsam mit Ihnen prüfen wir, welche Ausgangsspannung, welcher Ladestrom und welche Produktvariante zu Ihrer Anwendung passen, und erstellen Ihnen ein Angebot, das genau auf Ihr Vorhaben zugeschnitten ist.
Fazit
Das eigentliche Ladegerät bleibt bei den Serien NG1, NG3, NG5, NG7 und NG9 unverändert, neu ist ausschließlich die Bedienoberfläche. Statt der bisherigen LED-Anzeige steht künftig ein Grafikdisplay zur Verfügung, das Ladezustand, Ladephase, Spannung, Strom und Alarme direkt in Klartext zeigt und sich bei Bedarf über CAN-Bus vom Batteriemanagementsystem oder Fahrzeugrechner ansteuern lässt. Die LED-Version wird schrittweise durch das Grafikdisplay als Lagerstandard abgelöst, wodurch dieses mittelfristig schneller verfügbar sein dürfte. Für welche Display-Variante Sie sich entscheiden, hängt von Ihrer Anwendung, Ihrem Ersatzteilbestand und Ihrer Fahrzeugsteuerung ab. Hermann Empl berät Sie dazu individuell und stellt Ihnen ein passendes Angebot zusammen. Einen Überblick über die komplette ZIVAN Ladegeräte-Serie und weitere Ladelösungen für Industriefahrzeuge finden Sie auf der ATECH Website.